Höhen, Tiefen und schließlich ein Punkt in Krefeld
Krefeld 9:9 (1:1, 3:0, 1:4, 4:4)
Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Jochen Drees, Martin Seimann, Björn Simshäuser, Stephan Schorn (2 Tore), Volker Amelong (2), Tim Klos (2), Thomas Kreus (2), Thomas Mertens, Mark Braun (1), Marco Bleidießel
Überzahl
Überzahlspiele: 10
Überzahltore: 5 (50%)
Unterzahlspiele: 6
Unterzahlgegentore: 3 (50%)
Die erste Mannschaft bleibt im neuen Jahr auch im dritten Spiel weiter ungeschlagen. Bei den heimstarken Krefeldern gab es nach katastrophalem zweiten dafür aber bärenstarken dritten Viertel einen verdienten Zähler.
Das Spiel im großen Becken begann langsam und abtastend, unsere 1:0-Führung in Überzahl gleichen die Gastgeber kurz vor Viertelende aus, wir vergeben drei weitere Überzahlmöglichkeiten.
Im zweiten Viertel sind wir von den langen Bahnen und den schnellen Gegnern so beeindruckt, dass Offensivspiel kaum stattfindet. Nur eine Überzahl, die wir auch wieder nicht verwerten, die Gegner nutzen ihre und ziehen eine Minute vor der Halbzeit bis auf 4:1 davon, das Spiel steht bereits kurz vor der Entscheidung.
Doch so leicht wollen wir unser neu gewonnenes Selbstvertrauen nicht einbüßen. Mit einem Doppelschlag binnen 80 Sekunden melden wir uns schnell wieder eindrucksvoll zurück, vom Überzahltor der Krefelder lassen wir uns die Laune auch nicht verderben, kurz danach bringt uns eine Überzahl wieder den Anschluss. Daraufhin ist sogar der Ausgleich per Fünfmeter möglich, doch der gegnerische Torhüter kann parieren. Nach dem 6:4 im Gegenangriff können wir eine Sekunde vor Viertelende erneut in Überzahl doch noch verkürzen, 6:5 gegen uns acht Minuten vor dem Ende.
Im vierten Viertel gleichen wir dann per Konter auf 6:6 aus, in Überzahl fällt das 7:6 für uns, dann sogar das 8.6. Unser Tor wird im nächsten Angriff dann dauerhaft belagert, bis ein Krefelder Schütze den Ball aus guter Position in den Winkel jagt. Dann wird es hektisch, wir ziehen mit einem Distanzschuss wieder mit 9:7 davon, doch direkt folgt wieder der Anschluss. Nachdem wir unseren Angriff mit Zeitspiel umkriegen wollen, kommt der Gastgeber noch einmal zum Angriff und zum Ausgleich. In der letzten halben Minute vergeben wir noch einmal in Überzahl, kurz darauf ist beim Stand von 9:9 Ende.
Insgesamt wieder eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Vier Schützen mit je zwei Toren zeigen die wiederkehrende Variation im Angriff, zehn geholte Rausstellungen stehen für den kämpferischen Einsatz. Zur Halbzeit sah es klar nach einer Niederlage aus, zwei Minuten vor Schluss standen wir noch zwei Tore vorn, alles in allem ein gerechtes Unentschieden.
Währenddessen hat die zweite Mannschaft des SC Solingen ihre Mannschaft aus der Verbandsliga zurückgezogen. Die herben Niederlagen gegen Krefeld (6:21) und uns (2:37) nach der neuen Stammspielermeldung zeigten den Solingern ganz klar ihre Grenzen auf. Solingen II war als vierter Aufsteiger nach dem Verzicht der SV Olympia Borghorst zu Beginn der Saison in die Verbandsliga aufgestiegen und konnte sich dank der Beihilfe einiger Zweitligaspieler im Mittelfeld halten. Nach der Zwangsmeldung ihrer Topakteure wäre der Abstieg allerdings eine sichere Sache gewesen. Während wir nun wieder mit ausgeglichenem Torverhältnis in der Liga stehen, jubelt der Lokalrivale, dessen 12:17-Niederlage zu Beginn der Spielzeit damit keine Gültigkeit mehr besitzt. Eine solche Zwangsmeldung von Stammspielern zeigt unserem Bezirk auch die möglichen Konsequenzen einer seriösen Stammspielermeldung aller Vereine, welche in naher Zukunft angestrebt wird.



