Ein Hauch von Oberliga weht im Stolberger Bad

SSV 11:12 Vest (3:2, 2:1, 3:4, 3:5)

Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Christian Büttner (1 Tor), Martin Seimann, Björn Simshäuser, Stephan Schorn (1), Volker Amelong (2), Tim Klos, Thomas Kreus (3), Lothar Kirschfink, Mark Braun (4), Stefan Sanft, Marco Bleidießel



Überzahl
Überzahlspiele: 7
Überzahltore: 1 (14%)
Unterzahlspiele: 6
Unterzahlgegentore: 3 (50%)

In dem vielleicht besten Wasserballspiel, dass das Stolberger Hallenbad Glashütter Weiher jemals erlebt hat, hat unsere erste Mannschaft eine knappe Niederlage gegen den Oberligaabsteiger aus Vest einstecken müssten, obwohl man im gesamten Spiel nur 39 Sekunden lang hinten gelegen hat. Erinnert man sich an die klare Niederlage aus dem Hinspiel, war ein so ausgeglichenes und hochklassiges Spiel von beiden Mannschaften nicht zu erwarten gewesen.

Die ersten beiden Viertel gingen dann tatsächlich auch mit 5:3 an uns. Beide Abwehrreihen und Torhüter leisteten gute Arbeit, sodass es insgesamt zu wenig Abschlüssen und guten Möglichkeiten kam. Schwimmerisch wie taktisch war das Spiel von Beginn an auf hohem Niveau, sodass die zahlreichen Zuschauer eine aufregende Partie verfolgen konnten.

Die zweite Hälfte zeigte dann ein offeneres Spiel, beide Teams wurden müder und nachlässiger in der Abwehr, sodass allein im dritten Viertel 7 Tore fielen, in den ersten beiden waren ja zusammen nur 8 gefallen. In den entscheidenden Spielsituationen waren die Vester dann cleverer, die Gäste konnten von sieben Überzahlspielen für uns sechs abwehren und trafen jedes zweite bei sich selbst. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem abwechselnd Tore fielen, bis dann eine Minute vor Schluss ein Fünfmeter den Vestern den 11:11-Ausgleich brachte, kurz darauf bekamen sie noch eine Überzahl und entschieden das Spiel mit dem 12:11 in der letzten Minute. Kurz zuvor hatte unser Team noch mehrere hochkarätige Chancen ausgelassen, die zu einer Zwei-Tore-Führung geführt hätte.

Zusammengefasst lässt sich allerdings ein positives Resultat aus dem Spiel wie auch aus dem bisherigen Saisonverlauf ziehen. Das Ziel, die Aufstiegsrunde zu erreichen, wurde erfüllt, mit dem zweiten Platz in der Verbandsligagruppe 1 hätte wohl zu Beginn niemand gerechnet. In der folgenden Aufstiegsrunde wird man allerdings keine Ansprüche stellen dürfen, da man mit einer Punktedifferenz von 2:10 startet. Doch die Zuschauer dürfen sich in den kommenden Heimspielen ja trotzdem wieder auf guten Wasserball freuen, selbst Altmeister und Trainer Jochen kann sich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals ein so gutes Spiel mit Stolberger Beteiligung gesehen zu haben.