2011 beginnt mit erstem Auswärtssieg der Saison

Oberhausen 10:18 SSV (2:4, 3:6, 1:6, 4:2)

Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Jochen Drees (1 Tor), Björn Simshäuser, Stephan Schorn (2), Volker Amelong, Tim Klos (1), Thomas Kreus (2), Lothar Kirschfink (1), Mark Braun (7), Christian Amelong, Marco Bleidießel (4)

Überzahl
Überzahlspiele: 6
Überzahltore: 4 (66%)
Unterzahlspiele: 5
Unterzahlgegentore: 2 (40%)

In Oberhausen war klar, Letzter gegen Vorletzter, ein Spiel von enormer Wichtigkeit. Dass wir am Ende mit 18:10 als Sieger hervorgingen war das Resultat eines Spiels, in dem wir zumindest drei Viertel lang eine überzeugende Leistung bieten konnten.

Dabei kassierten wir im ersten Angriff der Gastgeber direkt den 0:1-Rückstand. Dieser sollte allerdings nicht lange währen, schon 9 Sekunden nach dem Gegentreffer zappelte der Ball im Netz der Oberhausener. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass es die letzte Führung für die WSG gewesen sein sollte. Nach dem 2:2-Ausgleich der Gegner erspielten wir bis zum Viertelende mit zwei Überzahltoren einen 4:2-Vorsprung.

Auch das zweite Viertel war noch ausgeglichen und umkämpft, erst in den letzten vier Minuten konnten wir das Spiel deutlicher gestalten und mit 10:5 davonziehen. Bisher sahen die Zuschauer ein schnelles Spiel, das manchmal zu hektisch wurde und früh abgeschlossen wurde. Beide Teams agierten mit einer Pressdeckung, doch während die Gastgeber konsequent mit mehreren Spielern die Zone vor unserem Tor durchkreuzten, konnten wir auch über den Center punkten.

Im dritten Viertel zeigte sich dann ein konditioneller Vorteil auf unserer Seite. Wir konnten den ein oder anderen Konter abschließen, erzielten in vier aufeinander folgenden Angriffen jeweils ein Tor und spielten uns einen 15:5 Vorsprung heraus, bevor Oberhausen der Treffer zum 6:15 gelang.

In den ersten drei Spielabschnitten hatten wir eine starke Leistung geboten, schwimmerisch wie spielerisch, jetzt wo das Spiel praktisch entschieden war, kehrte der uns wohlbekannte Schlendrian langsam wieder zurück. Vorne spielten wir zu oft riskante Pässe, hinten schlich sich auch der ein oder andere unnötige Fehler ein, die die Gastgeber zu Toren nutzen konnten. Dieses Viertel ging schließlich mit 2:4 verloren, Endstand war also 10:18.

Insgesamt das wohl stärkste Auswärtsspiel der Saison. Bei den Niederlagen in Düsseldorf und Bocholt hatten wir oft zu statisches Spiel gezeigt, dabei waren in Oberhausen die Schwimmlust und der Wille zum Sieg deutlich spürbarer. Der Kräfteabbau im letzten Viertel ist nur zu entschuldigen, weil das Spiel schon entschieden war, am nächsten Freitag gegen Remscheid wird das jedoch die Zeit sein, wo so ein Spiel entschieden wird, Training bleibt also weiterhin in Mode…