Katastrophale Leistung endet in höchster Niederlage seit dem Aufstieg

Vest 23:10 SSV (4:3, 5:3, 5:2, 9:2)

Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Christian Büttner, Martin Seimann, Björn Simshäuser, Stephan Schorn (1 Tor), Volker Amelong, Tim Klos, Thomas Kreus (2), Jochen Drees, Mark Braun (6), Christian Amelong, Marco Bleidießel (1)

Überzahl
Überzahlspiele: 4
Überzahltore: 3 (75%)
Unterzahlspiele: 6
Unterzahlgegentore: 5 (83%)



Oberligaabsteiger Vest hat mit einer eindrucksvollen Leistung den Klassenunterschied, der noch in der letzten Saison herrschte, demonstriert und unserer ersten Mannschaft eine lange nicht erlebte Lehrstunde erteilt. Nach einer anständigen Leistung in der ersten Halbzeit brach im zweiten Durchgang unsere Mannschaft vollkommen ein und machte es schnell und präzise spielenden Gastgebern oft zu einfach.



Dabei war das Spiel zu Beginn noch ausgeglichen. Nach einer Minute musste das Spiel erst einmal für 15 Minuten aufgrund eines Feueralarms unterbrochen werden, kurz nach Wiederbeginn gingen wir dann mit 1:0 in Führung, es sollte ein einmaliges Erlebnis bleiben.
Bis zur Pause drehten die Gastgeber das Spiel auf 4:3, doch bis jetzt war es eher eine ausgeglichene Begegnung.

Auch das zweite Viertel brachte noch keine Schande über uns. Nachdem wir wieder auf 5:6 herangekommen waren mussten wir erst einmal drei Tore in Folge hinnehmen, das Tor zum 6:9 folgte kurz danach.

Die zweite Hälfte zeigte dann einen Zusammenbruch aller Wasserballtugenden. Das dritte Viertel ging immerhin nur mit 2:5 verloren, bei 14:8 war das Spiel zwar entschieden, aber der letzte Abschnitt sollte nichts anderes als eine Demütigung werden.

Das starke Pressspiel der Gastgeber, ungenaue Pässe, wenige Chancen, unmotiviertes Zurückschwimmen, fehlende Übersicht vorne und hinten, die Fehlerliste lässt sich beliebig ergänzen. Die Vester konterten uns ein ums andere Mal aus, standen alleine oder zu zweit vor Lars. Am Ende waren wir mit dem Ergebnis von 23:10 mehr als bedient, alles in allem aber eine auch in der Höhe verdiente Niederlage.

Tja was gibt es zu einem solchen Spiel zu sagen? Nach einer guten ersten Hälfte demonstrierten wir 16 Minuten lang eklatante Schwächen in allen Belangen. Doch sollten wir nicht vergessen, dass wir nach einem Jahr Verbandsliga gegen einen Oberligaabsteiger gespielt haben, der das Spiel kontrolliert und mit weit mehr Erfahrung und körperlicher Stärke unserem Team die Grenzen aufgezeigt hat.
Nachdem wir jetzt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt sind, können wir mit neuer Konzentration in die beiden nächsten Heimspiele gegen Bocholt und Krefeld gehen, eine Schlacht mag vielleicht verloren sein, aber die Saison ist lang und die schwierigen Auswärtsspiele in Bocholt, Düsseldorf und Vest haben wir jetzt hinter uns…