13./14. November 2010

Souveräne Titelverteidigung beim Heimturnier

Mit einer durchweg überzeugenden Leistung hat sich die erste Mannschaft auf dem eigenen Turnier bestens auf die neue Saison vorbereitet und den überraschenden Titelgewinn des Vorjahres wiederholt.

In diesem Jahr fand das Turnier mit acht Herren- und vier Damenmannschaften statt. Bei den Herren starteten neben unserer Mannschaft Borghorst, Hamburg, Bonn, Dortmund, Rheda-Steinhagen, Herford und Kaiserslautern. In zwei 4er-Gruppen qualifizierten sich je die ersten beiden für die Halbfinalspiele. Bei den Damen spielten nach der Gruppenphase der 1. und 2. um den Turniersieg, 3. und 4. um die Bronzemedaille. Der Spielrhythmus betrug 2x9 Minuten durchlaufende Zeit.

Die ersten beiden Spiele der Herren gegen Herford (10:3) und Bonn (6:2) verliefen relativ deutlich, diese Spiele hatten wir klar in der Hand, vergaben sogar noch die ein oder andere hochkarätige Chance.
Wie erwartet mussten wir also im letzten Gruppenspiel gegen Verbandsligagegner Borghorst um den Gruppensieg spielen. Die Partie verlief lange Zeit ausgeglichen, doch profitierten wir im ersten Viertel von zwei frühen Toren.
Der Respekt der beiden Teams voreinander, schließlich ist Borghorst auf unserem Turnier die erfolgreichste Mannschaft, während wir letzte Saison in der Liga zwei Mal die Oberhand behielten, schwand dann im zweiten Viertel und das Spiel nahm an Fahrt auf. Der 1:2-Anschlusstreffer sorgte noch einmal für Tatendrang bei den Gästen, doch zwei Treffer unsererseits entschieden das Spiel vorzeitig, bevor Borghorst noch einmal zum 4:2 traf.

Die Damen konnten ihr erstes Spiel gegen eine Kölner Auswahl deutlich mit 7:2 gewinnen, im zweiten Spiel mussten sie jedoch eine knappe 1:3-Niederlage gegen Borghorst einstecken, das letzte Gruppenspiel wurde am folgenden Sonntag ausgetragen.



Nach dem Turnier stand natürlich wie jedes Jahr eine Wasserballparty auf dem Programm. In der Cafeteria der Schwimmhalle gab es Essen und Trinken für alle Teilnehmer. An diesem Punkt ein ganz herzliches Dankeschön an alle Helfer an diesem Abend, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben, sowie an alle Spender des Buffets.

Was ebenfalls als positiv zu vermerken war, ist dass alle Mannschaften an der Party teilnahmen und schließlich in der Turnhalle eine Übernachtungsmöglichkeit fanden.

Alle Wasserballer/Innen amüsierten sic prächtig auf der Party, die wie üblich bis in die frühen Morgenstunden weiterging.

So schwer es einem auch fallen mag, Sonntagmorgen standen wieder Wasserballspiele aus. Die Damen unterlagen in ihrem letzten Gruppenspiel den Borghorstern mit 1:4 und mussten also gegen Köln um Platz 3 spielen.

Die Herren spielten gegen Kaiserslautern. Ja, Kaiserslautern, das sind schon komische Geschichten, die gegen diese Auswahl immer stattfinden. Beim Kaiserslauterer Turnier im Januar verloren wir zum dritten Mal in Folge im Finale, zum zweiten Mal im Fünfmeterschießen, in Hamburg unterlagen wir mit einer dezimierten Stolberger Truppe dann etwas deutlicher und jetzt?
Mit der ersten Mannschaft gaben wir uns keine Blöße, das Endergebnis von 7:0 für uns spiegelt eine deutliche Überlegenheit wieder, die uns Hoffnung für das nächste Lauterer Turnier im Januar macht wo jetzt wir die Gelegenheit haben, jene Regel zu brechen: „Stolberg gewinnt immer in der eigenen Halle, verliert aber stets in Kaiserslautern im Finale.“

So zogen wir also gegen Derne Dortmund ins Finale ein, die sich gegen die Borghorster mit 5:2 durchgesetzt hatten. Doch zunächst fanden die Damenfinalspiele statt. Unsere Stolberger Damen unterlagen diesmal den Kölnern knapp mit 2:4, währenddessen holte sich Borghorst in einem spannenden Spiel den Turniersieg der Damen mit einem 4:3 über Kaiserslautern.

Vor dem Herrenfinale stand Borghorst als Turnierdritter fest, die Mannschaft bezwang Kaiserslautern mit 7:3.

Das Finale. Ein Spiel, das verrückter nicht hätte beginnen können. Die Dortmunder spielten nämlich vom ersten Angriff an mit einem Spieler in der gegnerischen Hälfte, spekulierten also auf Abwehr in Unterzahl und darauf folgenden Konter. Und das klappte!
Die ersten Angriffe wussten wir gar nicht, wie wir reagieren sollten. So gingen wir mit 0:1 und 1:2 in Rückstand. Vorne lastete ein Riesendruck auf uns, entweder Tor oder fast sicheres Gegentor. Doch dann ließen auch wir einen Gegenspieler liegen, spielten in Gleichzahl im Angriff und in der Abwehr und gingen erstmalig mit 3:2 in Führung. Zur Pause erhöhten wir auf 6:2. Das Spiel war eigentlich gelaufen. Doch sofort wieder ein Kontertor der Gäste, 3:6. Sollte es noch einmal spannend werden? Aus Sicht der Zuschauer leider nicht. Ab jetzt wurde konsequent verteidigt und angegriffen, das Spiel endete mit einem deutlichen 10:4-Sieg.

Das war sie also, die erste Titelverteidigung in unserer Geschichte. Fünf Spiele, fünf Siege, 37:11 Tore.

Zusammengefasst, ein gut organisiertes, partymäßig und wasserballtechnisch erfolgreiches Turnier. An dieser Stelle ist noch einmal besonders Jochen zu danken, der die Organisation in die Hand genommen hat und dafür auf Einsätze verzichtete. Vielen, vielen Dank!

Doch das Ende der Turniersaison diesen Jahres bedeutet gleichzeitig: Die Saison beginnt, und zwar nächste Woche in Bocholt. In der letzten Saison verloren wir beide Begegnungen, doch es gibt eine uralte Statistik, die für uns spricht:
Seit Mai 1999 haben wir in der Verbandsliga keine negative Punktebilanz mehr gehabt…