Nach dem Turnier in Bremen begann die Sommerturniersaison in diesem Jahr erst richtig. Neben den Standardturnieren in Duisburg und Borghorst fuhren wir dieses Jahr auch ins belgische Hasselt, bis auf Borghorst jeweils mit einer Herren- und einer Damenmannschaft.

Beim Turnier in Duisburg wurden wir in die Hammergruppe des Turniers gelost. Mit der jungen Truppe des DSV 98, gegen die wir in Bremen 4:4 gespielt hatten, den Altmeistern von Spandau, dem zuletzt 6-maligen Schweizer Meister Kreuzlingen und einer Bundesliga-Mix-Mannschaft hatten wir die härtesten Brocken des Turniers bereits in der Gruppenphase.

Im ersten Spiel gegen Duisburg 98 legten wir jedoch gut los, nach wenigen Minuten standen wir mit 4:0 in Führung, ein unerwarteter Sieg war plötzlich in Reichweite. Doch in der zweiten Halbzeit drehte das Oberligateam auf und kam schnell wieder zum Ausgleich. Somit waren wir nach Rückständen von 4:5 und 5:6 am Ende mit dem späten 6:6-Ausgleich dann doch noch gut bedient. Alles in allem ein guter Auftakt im wahrscheinlich ausgeglichensten Spiel der Gruppe. Als nächstes ging es gegen die alten Herren von Spandau, die uns nur in der ersten Halbzeit eine Chance ließen. Nach dem 3:3 zur Pause hatten wir im zweiten Durchgang keine Chance mehr und verloren deutlich mit 11:4.

Auch die Bundesliga-Mix-Mannschaft hatte gegen Spandau das Nachsehen und entpuppte sich im dritten Gruppenspiel als ebenbürtiger Gegner. In einem schnellen und abwechslungsreichen Spiel kamen die Gegner durch zwei individuell herausragende Akteure immer wieder zu Toren, wir konterten aber stets mit einer ebenfalls starken Angriffsleistung. Nach der überraschenden 3:1-Führung zu Beginn des Spiels mussten wir uns schließlich in den letzten Sekunden des Spiels doch noch mit 7:8 geschlagen geben.

Die Situation vor dem letzten Spiel gegen Kreuzlingen war klar: Wenn wir hoch verlieren, werden wir 5. und scheiden aus den Platzierungsspielen aus, wieder einmal kam es zwischen DSV 98 und uns auf das Torverhältnis an. Kreuzlingen legte auch stark los, ging schnell mit 3:0 in Führung und hatte das Spiel unter Kontrolle. Ohne ihre besten Spieler und mit einer daraufhin gemütlicheren Leistung kamen die Schweizer zu einem ungefährdeten 10:5-Sieg, der uns aber auch den vierten Platz sicherte.

Im abschließenden Sonntagsspiel trafen wir auf den Ligakonkurrenten aus Vest (beide Ligaspiele gingen letzte Saison verloren), der ebenfalls in einer starken Gruppe 4. geworden war. In einem starken Aufeinandertreffen zweier ebenbürtiger Mannschaften konnten wir uns aber in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich mit drei Toren absetzen und das Spiel mit 6:4 nach Hause bringen.

Somit beendeten wir das Turnier auf dem 13. von 19 Plätzen und 28:39 Toren. Auf dem großen Freibadgelände der Freien Schwimmer fand am Abend wieder erfolgreich die alljährliche Open-Air Party statt, auf der sich die Mitglieder aller Mannschaften gut amüsierten.



Als nächstes ging es eine Woche später nach Hasselt, ein großes Turnier in Belgien mit über 90 Herren- und Damenmannschaften. Als Verbandsligist in Deutschland wurden wir dem zweiten von fünf Gruppenpools zugelost. Im K.O.-System wurden von Beginn an in jedem Pool die Plätze 1-16 ausgespielt, Spielzeit 2x8 Minuten brutto. Unser erster Gegner hieß LZ 1988. Im engen Becken kamen wir zu Beginn nur sehr mühselig zurecht, konnten aber mit 1:0 in Führung gehen. Danach drehte unser Gegner das Spiel jedoch, in der zweiten Halbzeit konnten wir zwar mehrmals auf nur ein Tor Rückstand verkürzen, schließlich verloren wir aber trotzdem mit 4:7.

Damit war bestenfalls noch der 9. Platz in unserem Pool zu erreichen. Im folgenden Spiel gegen „De Kikkers“ zeigten wir dann angriffstechnisch eine bessere Leistung, kamen auch zum einen oder anderen Konter und waren dank einem 7:4-Sieg damit schon mal unter den besten 12.

Als nächstes traten wir gegen eine englische Mannschaft aus Coventry an. In einem total verrückten Spiel mit 5 Fünfmetern auf beiden Seiten, drei für uns, davon 2 direkt, einer im Nachschuss verwandelt, stand es im zweiten Durchgang lange Zeit 3:3, bis wir in der letzten Minute unser erstes „richtiges“ Tor schossen und uns für das Spiel um Platz neun am nächsten Tag qualifizierten.

Am Abend fand auch bei den Belgiern in einem großen Zelt eine Wasserballparty statt, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

Im letzten Spiel des Turniers hieß unser Gegner Charenton. Von Beginn an konnten wir uns mit mehreren Toren absetzen, Charenton schoss zwischendurch aber regelmäßig den Anschluss- oder sogar Ausgleichstreffer. Erst spät gelang uns wieder die Führung zum 5:4, die wir in einem Konter noch einmal erhöhten und das Spiel so mit 6:4 gewannen.

Nach der Auftaktniederlage erreichten wir also in sehr ausgeglichenen und guten Partien noch den maximalen Ertrag, nämlich den 9. Platz. In den kommenden Jahren wird das Turnier in Hasselt sicher wieder eine Option für die Sommerturniersaison sein, sodass wir nächstes Jahr bestimmt wieder mit einer Mannschaft antreten werden.

Zum Abschluss der Sommerturniere fand das Turnier in Borghorst statt. Nach dem groß aufgezogenen Turnier im letzten Jahr spielten in diesem Jahr nur 20 Herrenteams in vier Fünfergruppen um den Turniersieg.

Neben Chemnitz, Fulda, Vest und einem holländischen Vertreter ging man eher als Außenseiter in die ersten Spiele.

Schon zu Beginn mussten wir eine 4:8-Niederlage gegen unsere Nachbarn einstecken, die später aber nur den zweiten Platz in der Gruppe belegen sollten. In einem erst ausgeglichenen Spiel konnten die Gegner in der zweiten Hälfte den Sack zumachen, sodass unsere Tore nur Ergebniskosmetik waren.

Gegen eine sehr junge Mannschaft aus Fulda schien lange Zeit ein Sieg möglich, in einem Duell auf Augenhöhe gingen beide Teams mal in Führung, kurz vor Schluss gelang uns dann zwar der 5:4-Führungstreffer, doch im letzten Angriff der Hessen kassierten wir bei katastrophaler Zuordnung den 5:5-Ausgleich, der auch der Endstand war. Hier wäre mehr drin gewesen, doch eine zu oft einfach nur unkonzentrierte Leistung und eine schwache Chancenauswertung besiegelten unsere Niederlage.

Sonntags spielten wir dann erst einmal gegen Chemnitz, die in einem guten Wasserballspiel die Niederländer mit 4:3 bezwungen hatten. Damit war die Ausgangslage klar, und das, was man vorhersehen konnte, spielte sich auch so ab. Zwar hielten wir lange Zeit einen 0:1-Rückstand und kamen nach dem 0:2 noch einmal auf 1:2 heran, doch in der Folge gab es für uns nur noch wenig zu holen, mit 3:8 kassierten wir unsere höchste Niederlage.

Somit hofften wir im abschließenden Spiel gegen Vest auf ein Erfolgserlebnis, vor 3 Wochen hatten wir in Duisburg noch mit 6:4 gewinnen können. Doch in unserem vielleicht schwächsten Turnierspiel in diesem Jahr konnten wir nicht einmal in Führung gehen, stattdessen vergaben wir haufenweise Chancen, kamen zwar immer wieder zurück ins Spiel, doch die Vester ließen sich den Sieg nicht aus der Hand nehmen und besiegten uns mit 6:4.

Insgesamt wurde das Turnier in Borghorst von vielen Teilnehmern als Höhepunkt der Turniersaison gesehen. Neben dem guten Wetter war der Modus mit weniger Teams eine deutliche Steigerung. Auch die Organisation, Party und Verpflegung zu angemessenen Preisen passte ins Bild. Den einzigen Makel am Turnier bescherten wir uns selbst, und das war unsere wasserballtechnische Leistung, die in vielen Belangen zu wünschen übrig ließ und im Gegensatz zu den bisherigen Turnierspielen in dieser Saison stand.

Somit endet die Sommerturniersaison 2011 und alle schielen schon auf das eigene Turnier in Stolberg im Oktober, wo man zuletzt zum ersten Mal zwei Siege hintereinander holen konnte und auch in diesem Jahr wieder zum Favoritenkreis dazugehört.