Vize-Serie in der Pfalz setzt sich auch 2011 fort

Beim ersten Turnier des Jahres 2011 in Kaiserslautern hat unsere Stolberger Mixed-Mannschaft zum vierten Mal in Folge die Silbermedaille errungen. Wie schon in den Jahren 2008-2010 verloren wir das entscheidende Spiel gegen die Auswahl des Gastgebers und mussten uns mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Das Turnier war diesmal auf 12 Mannschaften erweitert worden, in drei Vierergruppen wurden zunächst die Gruppenbesten, -zweiten etc. ermittelt. Die jeweiligen Gleichplatzierten der Gruppen trafen dann am Sonntag in einer Dreiergruppe aufeinander, wo sie dann die weiteren Plätze ausspielten. Gespielt wurde auf 2x6 Minuten reiner Zeit in einem 4-Bahnen-Becken, es mussten immer von jedem Team 4 Herren und 2 Damen im Wasser sein.

Der Samstag verlief optimal, drei Siege aus drei Spielen. Mit dem SV Nikar Heidelberg und WC Ingolstadt hatten wir zwei Turnierneulinge in unserer Gruppe, die zu Beginn schwer einzuschätzen waren.

Im ersten Spiel gegen Heidelberg, deren Damenteam in der Bundesliga spielt, verlief die erste Halbzeit relativ ausgeglichen, unsere ersten beiden Führungen konnte der Gegner ausgleichen, kurz vor der Pause fiel dann aber wieder das 3:2 für unsere Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel spielten wir konstanter, vor allem besser in der Abwehr und konnten den ein oder anderen Konter auch nutzen. Das Spiel endete mit 7:3 für uns.

Das zweite Spiel war ein spielerischer Tiefpunkt, zumindest in der zweiten Hälfte. Den ersten Abschnitt kontrollierten wir noch über weite Strecken, mit 5:1 wurden die Seiten gewechselt. Nach dem schnellen Treffer zum 6:1 hätte wohl kaum jemand geglaubt, das Spiel würde noch mal kippen. Doch eine katastrophale Chancenerspielung und –verwertung spielte den Gegnern in die Hände, die nun ihrerseits ihre Möglichkeiten verwandelten. Plötzlich stand es 6:2, dann 6:3, 6:4, ein Fünfmeter gegen uns, und schon stand es 6:5. Der Anschluss fiel jedoch 2 Sekunden vor dem Abpfiff, sodass uns weitere Peinlichkeiten erspart blieben. Zu erwähnen ist höchstens, dass drei der fünf Gegentore durch Strafwürfe zustande kamen.

Die anderen Gruppenbegegnungen hatten bereits gezeigt, dass die zweite Mannschaft der Uni Karlsruhe ein leichterer Gegner sein würde. Dies bestätigte sich auch in unserem abschließenden Gruppenspiel, das mit 14:0 (8:0, 6:0) für unsere Auswahl endete.

Nach dem wasserballtechnischen Teil des Tages veranstaltete der Gastgeber wie üblich wieder eine Wasserballparty im Vereinsheim, wo wir mit Essen und Trinken gut versorgt wurden und die erst spät in der Nacht ausklang.

Sonntagmorgen standen also noch zwei Begegnungen aus, die erste davon gegen die erste Mannschaft der Karlsruher Universität. Zusammengefasst kann man sagen, dass das Spiel wenig Spannung aufkommen ließ und früh klar wurde, dass es eigentlich nur ums Torverhältnis ging. Nach zwölf Minuten verließen wir letztendlich mit 12:2 als Sieger das Becken.

So kam es im letzten Spiel des Turniers mal wieder zu einem Aufeinandertreffen unsererseits mit den Gastgebern. Diese hatten ihr Spiel gegen Karlsruhe mit 14:3 gewonnen und würden bei einem Unentschieden dank des um ein Tor besseren Torverhältnisses Turniersieger sein. Zu einer solchen Haarspalterei kam es allerdings nicht.

Das Spiel begann gut und bot den Zuschauern einiges an Spielzügen, Taktiken und Spannung. Unsere 1:0-Führung konnten die Lauterer zwei Minuten später mit einem Fünfmeter ausgleichen, danach entwickelte sich ein ausgeglichenes und gutes Wasserballspiel, mit einem Unterschied der beiden Teams. Während wir vorne unsere guten Gelegenheiten, vor allem Überzahlspiele, liegen ließen, trafen die Gastgeber zum 2:1 und 3:1 noch vor der Pause.
Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und wurde jetzt wieder geschürt. Ein Überzahlspiel verwandelten wir zum Anschluss, zwei Minuten vor Schluss gelang uns sogar der Ausgleich, ein Sieg schien wieder möglich. Doch anderthalb Minuten schoss eine Spielerin der Lauterer den Ball mitten hinein ins Stolberger Herz, nun brauchten wir wieder zwei Tore!
Natürlich mussten wir nun auf Tod oder Gladiolen spielen, aber unser bedingungsloses Angriffspiel ermöglichte den schnellen Kaiserslauterer Spielern einen Konter zum 5:3, das Spiel war 51 Sekunden vor Schluss entschieden. Ein Fünfmeter brachte uns zwar noch einmal auf ein Tor heran, doch die Zeit lief uns davon und Kaiserslautern gewann zum vierten Mal in Folge das eigene Turnier, womit sie nun alleiniger Rekordhalter vor unserem Team (3 Turniersiege) sind.

Insgesamt beendeten wir das Turnier mit einer erfreulichen Bilanz, 8:2 Punkte und 43:15 Toren.

Es spielten:
Christian Amelong (im Tor), Jochen Drees (3 Tore), Martin Seimann (3), Stephanie Preetz, Stephan Schorn (5), Greta Hasenkopf, Irena Huppertz (3), Thomas Kreus (8), Thomas Mertens, Mark Braun (11), Kathrin Schramm, Nicole Severin und Marco Bleidießel (10)

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