Heimstärke oder Auswärtsschwäche?

SSV 12:9 SV Lünen (1:1, 3:2, 6:2, 2:4)

Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Martin Seimann, Björn Simshäuser (1 Tor), Stephan Schorn, Volker Amelong, Tim Klos, Thomas Kreus (3), Lothar Kirschfink (2), Mark Braun (1), Stefan Sanft (2), Christian Amelong, Marco Bleidießel (3)

Überzahl
Überzahlspiele: 7
Überzahltore: 1 (13%)
Unterzahlspiele: 8
Unterzahlgegentore: 4 (50%)



Die erste Mannschaft hat trotz katastrophaler Chancenauswertung bei Überzahlsituationen ihre Heimstärke behalten und gegen den SV Lünen den zweiten Sieg in der Aufstiegsrunde gefeiert. Es war bei bislang neun Heimspielen bereits der siebte Erfolg in dieser Saison.

Im ersten Viertel fand ein langes gegenseitiges Abtasten statt, bei dem auf beiden Seiten hoher schwimmerischer und kämpferischer Einsatz gezeigt wurde, wodurch jedoch selten der Abschluss gefunden wurde, noch seltener landete ein Ball im Tor. Nachdem man den schnellen Rückstand von 0:1 nach nur acht Sekunden wieder ausgeglichen hatte, gab es eine Durststrecke bei den Protokolleinträgen.

Denn der letzten eingetragenen Aktion aus der zweiten Minute folgte erst im zweiten Viertel, nach über acht Minuten ohne Tor und Rausstellung, ein weiteres Tor für unser Team. Bis zur Pause neutralisierten sich die Teams weitgehend, auf beiden Seiten fielen Tore, 4:3 nach 16 Minuten.

Die Entscheidung sollte zu Beginn der zweiten Spielhälfte fallen. In vier Minuten erzielten wir vier Tore, mit 8:3 war das Spiel praktisch entschieden, bis zum Viertelende hielten wir den 5-Tore-Vorsprung, Spielstand war dann 10:5.

Im letzten Viertel machte sich dann das schwache Überzahlspiel bemerkbar. Während die Gäste ihre Chancen jetzt häufiger nutzten, ließen wir eine gute Gelegenheit nach der anderen aus, sodass sich die Gegner bis zwei Minuten vor Schluss plötzlich auf 11:9 herangekämpft hatten. In der letzten Minute eine weitere Überzahl für Lünen, doch die Gäste zeigen Nerven und vergeben die Chance zum Anschluss, im Gegenangriff gelingt uns in Überzahl (!!!) die Entscheidung.

Dass wir letztendlich mit 12:9 als Sieger aus dem Wasser stiegen, lag sicherlich nicht unseren guten Nerven. Nach dem einer Vorentscheidung ähnlichen 8:3 war das Spiel eigentlich sicher in der Tasche, doch vor allem im letzten Viertel ließ die Konzentration nach, sodass der Sieg noch einmal in Gefahr hätte geraten können. Die junge Truppe aus Lünen wird im Rückspiel sicher wieder ein harter Gegner werden, und dann spielen wir ja nicht im heimischen Becken, stattdessen werden wir uns im letzten Auswärtsspiel der Saison mal mit unserer Auswärtsschwäche auseinander setzen...