Der Tabellenführer schaut zur Lehrstunde vorbei

SSV 9:17 Düsseldorf (1:3, 5:4, 2:6, 1:4)

Spieler: Lars Huppertz (im Tor), Christian Büttner, Martin Seimann, Björn Simshäuser, Stephan Schorn, Volker Amelong, Tim Klos, Thomas Kreus (2 Tore), Lothar Kirschfink, Mark Braun (5), Stefan Sanft (1), Christian Amelong, Marco Bleidießel (1)

Überzahl
Überzahlspiele: 3
Überzahltore: 2 (66%)
Unterzahlspiele: 3
Unterzahlgegentore: 2 (66%)



Der seit Wochen souveräne Tabellenführer unserer Verbandsligagruppe hat mit einer 8-Mann-Rumpftruppe seinen Siegeszug weiter fortgesetzt und unsere erste Mannschaft über weite Strecken sogar vorgeführt. Die erste Heimniederlage der Saison gestaltete sich erst nach dem Seitenwechsel in dieser Höhe, zur Pause lagen wir nur mit einem Tor hinten.



Zu Beginn des Spiels konnten wir zwar mit 1:0 in Führung gehen, doch der Rest des Viertels lässt sich als Abwehrschlacht bezeichnen. Pech für uns, dass die Gäste, deren Center wir meistens doppeln mussten, ihre Distanzschüsse verwandelten, während wir zu selten zum Abschluss kamen. Drei Gegentore waren die Konsequenz, 1:3 zum Viertelende.

Der zweite Spielabschnitt zeigte dann ein gewaltiges Aufbäumen, Düsseldorf wackelte das erste Mal, trotz eines zwischenzeitlichen 1:4-Rückstands ließen wir uns nicht beirren und kämpften uns bis auf 5:6 und 6:7 heran. Bei diesem Spielstand wurden dann die Seiten gewechselt.

Und erst jetzt nahm das Unheil seinen Lauf. Unsere im zweiten Viertel gute Abwehr bröckelte so langsam dahin, Düsseldorf zeigte wie schon Bocholt oder Vest wenig Erbarmen und nutzte Chancen eiskalt aus. Lars verhinderte zu diesem Zeitpunkt noch, dass wir schon jetzt deklassiert wurden. Leichte Ballverluste im Aufbauspiel, halbherzige Angriffe und langsam schwindende Hoffnung machten den Gästen Spiel und Tore leicht, 2:6 in diesem Viertel, somit stand es 8:13.

Das Spiel war zwar theoretisch noch nicht entschieden, aber wer uns im letzten Abschnitt spielen sah, hätte auch meinen können, wir wollten keinen ernsthaften Torschuss mehr machen. Wenn wir mal in guter Position vor das Tor kamen, versagten oft im letzten Moment die Nerven oder der junge Düsseldorfer Torwart fischte den Ball aus den Ecken. Mit 9:17 kassierten wir damit die erste Heimniederlage und haben gegen Düsseldorf als erstes Team zwei Mal verloren. Wesentlich bedeutungsvoller scheint aber das nächste Spiel gegen Vreden zu sein, bei dem wir versuchen müssen, die Abstiegsgruppenränge in weitere Ferne zu bringen…