SSV III : Aachen III

20:7 (6:3, 3:2, 3:1, 8:1)

Spieler: Clara Drees (im Tor), Andreas Blumberg (2 Tore),
Michael Blumberg, Volker Amelong (3), Stefan Bergs, Tim Klos (1),
Lothar Kirschfink (4), Mark Braun (6), Thomas Mertens (3), Timo Amelong (1)

Überzahl:
Überzahlspiele: 4
Überzahltore: 2 (50%)
Unterzahlspiele: 5
Unterzahlgegentore: 1 (20%)

Alles in allem könnte man denken, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf doch klar wieder. Doch was da 32 Minuten lang im Wasser abging, sah lange Zeit nicht nach Wasserball aus.
Das erste Viertel war noch befriedigend, aber nicht mehr. Zwar ballerten wir direkt los was die Netze aushielten, doch unsere Abwehrarbeit war schlampig und voller Fehler. Beispiel: Innerhalb von 24 Sekunden kassierten wir 2 Gegentreffer und machten uns selbst unsere schöne 5:1 Führung kaputt.

Dann kam unser neuerdings schwächstes Viertel, unbegreiflicherweise nämlich das zweite. Ein lausiger Kick ohne Einsatz, Motivation und Torszenen, kurzum, es ging 3:2 aus und hatte neben zahlreichen Abwehrfehlern beider Seiten nicht mehr zu bieten als die 5 Tore.

Wer jetzt im dritten Viertel auf Wiedergutmachung hoffte, sah sich erst mal getäuscht. Zwar kam noch mal ein bißchen Schwung in die Partie, doch was wir insgesamt an Chancen vergaben, dabei auch die sonst treffsicheren Schützen eingerechnet, war schon fast tragisch. Die Aachener waren langsamer, in den Zweikämpfen schwächer, doch da wir unglaublich lange brauchten, um einen Angriff nach vorne zu bringen, konnten die Gäste sich immer wieder langsam zurückziehen, sich positionieren und ausruhen. Beleg: Insgesamt wurden in diesem Viertel 3 Angriffe durch den 30-Sekunden-Pfiff beendet. So gewannen wir das 3. Viertel gegen Gegner, die mit Minimalaufwand spielten, nur mit 3:1.

Doch dann, wenige hatten es noch für möglich gehalten, platzte der Knoten. Der schwimmerische Einsatz gegen ermüdete Gäste stimmte, die waren schließlich nur mit 7 Mann angereist, worauf Irena sich noch als Aushilfe bereitstellte. Jetzt machten wir Räume frei, spielten Pässe in die gestarteten Spitzen und trafen auch das Tor, sodass es zu einem Endstand von 20:7 kam, der nach diesem Spielverlauf ein bißchen schmeichelhaft war. Wieder einmal war also unser Konterspiel der ausschlaggebende Faktor für den Sieg.

In Zukunft wird es vor allem auf Konstanz und bedingungslosen Einsatz in allen Vierteln ankommen, ausruhen kann man sich in den nächsten entscheidenden Spielen garantiert nicht. Doch es muss klar sein, dass man mit der heutigen Leistung auch mal gründlich auf die Nase fallen kann. Kleiner Pluspunkt am Ende. Wenigstens das Spiel nach vorne wurde mit dem Spielverlauf schneller und flüssiger.
Montag geht’s ja erst mal nach Übach-Palenberg, mal schauen was wir da zustande bringen…