Was für erfolgreiche Wochen!
Besser kann eine Saisonvorbereitung nicht laufen. Letzte Woche das Turnier in Aachen gewonnen – zum zweiten Mal nach 2005 – und jetzt auch noch unser Turnier – auch zum zweiten Mal nach 1992! Dabei haben wir Mannschaften geschlagen wie Ludwigsburg in Aachen und PSV Duisburg bei uns und gegen Borghorst haben wir unentschieden und auf Augenhöhe gespielt (die haben wir in all den Jahren – glaube ich - erst einmal geschlagen, als wir deren Turnier gewonnen haben – lang ist´s her). All das macht deutlich, dass wir in diesem Jahr leistungsmäßig einen großen Sprung nach vorne gemacht haben, auch – aber nicht nur – wegen der Spanier.
Mit zwölf Mannschaften – sechs Damen- und sechs Herrenmannschaften – sind wir größenmäßig an unsere Grenzen gestoßen. Mehr lässt sich an einem Turnierwochenende nicht machen, wenn man nicht elend lange Wartezeiten zwischen den Spielen in Kauf nehmen will. Schon jetzt hat die Spielerei am Samstagabend schon etwas lange gedauert, da wir erst um 14 Uhr in die Halle konnten.
Dennoch war es ein rundum gelungenes Turnier, bestens organisiert und mit - während des Turnierverlauf – sehr disziplinierten Mannschaften. Auch das mit den Schiris aus den einzelnen Mannschaften hat diesmal wunderbar geklappt.
Doch nun zu den Spielen selber.
Das erste Spiel unserer Herrenmannschaft gegen PSV Duisburg war das vermeintlich schwerste. Die Duisburger als Zweitligamannschaft waren allerdings nicht komplett angetreten und hatten – so muss man es deutlich sagen – über das ganze Spiel hinweg keine Chance. Wir spielten sehrt diszipliniert und auch wenn wir nicht kontern konnten lief der Ball schön durch die Reihen. Das war sonst nicht unsere Stärke. 2:1 war das knappste Ergebnis Mitte der ersten Hälfte und zum Schluss wurde es mit 6:2 noch richtig deutlich.
Herford, der nächste Gegner, war schwimmerisch langsamer als wir und das bekommt bekanntlich keiner Mannschaft gut. 11:1 für uns war der Endstand. Bemerkenswert hier die schöne Zonendeckung, die allerdings schwachen Herfordern im ganzen Spiel nur eine Hand voll Torchancen ließ.
Selbst die Kaiserslauterer, gegen die es sonst immer unentschieden ausging, oder knapp für die oder knapp für uns, hatten in diesem Jahr keine Chance. Zwar lief es bei uns – wie immer gegen die Lauterer – nicht so rund wie in den Spielen zuvor, aber wir waren trotzdem die klar bessere Mannschaft. Jeweils zwei Toren von Dain und Tom und eins von Mark besorgten den ungefährdeten 5:2 Endstand. Damit waren wir am Samstagabend verlustpunktfreier Tabellenführer und mussten, da Borghorst gegen Duisburg und Duisburg sensationell gegen Herford verloren hatten, am Sonntag nur noch ein Spiel gewinnen.
Schlüsselspiel war also das gegen Borghorst am Sonntagmorgen. Die Borghorster mussten gewinnen und legten los wie die Feuerwehr. Sie erarbeiteten sich deutlich mehr Torchancen als wir und verteidigten hinten so stark, dass wir kaum Schüsse aufs Tor abgeben konnten. Gott sei Dank vergaßen die Borghorster bei all ihren Chancen das Tore schießen. Mitte der zweiten Halbzeit stand es nur 0:2 gegen uns und dann machte Dain noch zwei Dinger rein.Wir hatten ein glückliches Unentschieden erreicht und waren damit fast durch.
Wir durften nur im letzten Spiel gegen Derne nicht verlieren. Doch das ließen wir uns nicht mehr nehmen. Die Derner wurden mit 8:4 weggeputzt und wir waren tatsächlich - nach 17 Jahren wieder - Sieger beim eigenen Turnier.
Das Damenturnier wird, seitdem die Borghorster vor zwei Jahren einfach Mal ihre Damen mitbrachten, von Jahr zu Jahr größer: letztes Jahr vier Mannschaften, dieses Jahr sogar sechs.
Es entwickelte sich ein sehr interessantes und ausgeglichenes Turnier. Auch unsere Damen, bei denen einige Leistungsträgerinnen fehlten, konnten da wacker mithalten. Aber leider verloren sie knapp mit 3:5 gegen den späteren gegen den späteren Turniersieger aus Duisburg und noch knapper gegen die Zweiten aus Kaiserslautern/Esslingen (2:3) und gegen Köln (5:6). Am Sonntagmorgen mussten sie allerdings eine 0:6-Klatsche gegen Darmstadt hinnehmen.
Doch die Damen ließen sich nicht hängen und wollten so das eigene Turnier dann doch nicht verlassen. Im letzten Spiel gegen die Borghorsterinnen drehten sie noch mal richtig auf. Bei 3:1 wurden die Seiten gewechselt, beim 5:2 kurz vor Ende des Spiels sah es wie eine klare Sache aus. Doch dann schoss Borghorst noch zwei Tore und es wurde noch mal richtig knapp. Am Ende blieb es dann doch beim 5:4-Sieg. Da die Borghorsterinnen aber vorher schon ein Unentschieden erreicht hatten, mussten unsere Mädels mit dem sechsten Turnierrang vorlieb nehmen.

