Nach einjähriger Pause waren wir dieses Jahr wieder bei Essener Turnier vertreten, an dem neben uns mit Essen, Mühlheim und Derne nur drei weitere Teams teilnahmen, weshalb das Turnier auch nur auf einen Tag begrenzt war. Gespielt wurde zwei Mal 15 Minuten auf ein 30-Meter-Becken.
Im ersten Spiel ging es gegen den Gastgeber Essen. Beide Teams taten sich anfangs schwer, die weiten Strecken in flottem Tempo zu überbrücken, so entwickelte sich ein Spiel aus Center- oder Einzelaktionen. Erst nach dem Seitenwechsel konnten wir auch ein paar schnelle Konter schwimmen, doch die langen Strecken verhinderten oft einen präzisen Abschluss. So endete ein schwaches Wasserballspiel 10:7 für uns, ein Ergebnis, das höher hätte ausfallen können.
Nach nur einer halben Stunde Pause mussten wir wieder ins Wasser und zwar gegen den Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, Mühlheim. Eine Besserung war erstmal nicht in Sicht, die Mühlheimer, eine Schwimmermannschaft, hängte uns zu Beginn oft ab und ging bis zur Pause auch mit 4:3 in Führung. Bitterster Moment der ersten Hälfte: Bei einem Schuss der Gegner bekommt Christian den Arm so ins Gesicht, dass ihm die Nase bricht und sich Zahnsplitter lösen. Da wir sowieso nur mit neun Leuten angereist waren, waren unsere Wechselmöglichkeiten langsam erschöpft. Zu allem Überfluss holte sich Tom nach dem Wechsel eine Rolle wegen Meckerns, auch wenn der Schiedsrichter wirklich schlecht war, sollte so etwas nicht passieren. Die Mühlheimer nutzten den Vorteil aus und gewannen letztendlich nicht unverdient mit 7:5.
Im letzten Spiel konnten wir noch theoretisch Turniersieger werden. Aber unsere Konzentration war schwach, die Gegner kamen oft frei vors Tor und konnten den machtlosen Lars überwinden. So ärgerten wir uns knapp 25 Minuten lang im Wasser herum, bis wir endlich mal anfingen uns zu konzentrieren. Die Belohnung sollte nicht ausbleiben, wir holten einen 3:7-Rückstand auf, während unseres letzten Angriffs wurde dann leider abgepfiffen. Besonders ärgerlich: Bei einem Sieg wären wir Turniersieger geworden, da auch Mühlheim sein letztes Spiel verlor.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Turnier für uns einen besseren Verlauf hätte nehmen können. Das lange Becken machte uns jedoch arg zu schaffen, sodass die Spritzigkeit aus der Saison vermisst wurde.
Im letzten Spiel, von Tom gepfiffen, wunderten sich die anderen Teams, dass es für „Über-die-Schulter-gehen“ oder Meckern Rausstellungen und Rollen gibt, ein Beleg für die körperbetonte und oft auch harte Spielweise unserer Gegner.
Das Wetter spielte leider nicht ganz mit, dafür haben wir beim nächsten Turnier in Strakonice bestimmt gutes Wetter…
(Mark Braun)
- Fotos vom Turnier sind HIER zu sehen