Nach fast schon einjähriger Pause fand mit den Czech Open in Strakonice endlich wieder ein Freibadturnier statt. Dieses Jahr waren nur unsere Herren gemeldet, da die Mädels keine komplette Mannschaft zusammenbekommen haben.
Doch bevor es überhaupt in Strakonice ins Wasser ging, reisten wir, ob mit Bulli oder Flieger, nach Prag. Dort leitete Tour-Guide Lars die traditionelle Stadttour, an der einige Mädels und unser Spanier José das erste Mal teilnahmen, was Lars dazu ermunterte, einen noch längeren Rundgang als gewöhnlich zu unternehmen. Nachdem wir dann den herrlichen Ausblick aus dem Biergarten Letna genossen und das legendäre Letna-Quiz absolviert hatten, was zur großen Überraschung José gewann, stand noch ein ruhiger Abend in Prag bevor. Für besonderes Aufsehen sorgten hier Lars und Stephan, die in origineller Kleidung um die Häuser zogen (siehe Fotogalerie).
Am Freitag ging’s dann per Bulli oder mit Lars’ Auto weiter nach Strakonice, wo wir unsere Zelte auf dem großen Freibadgelände aufschlugen.
Dieses Jahr gab es zwei Gruppen mit 4 und 5 Mannschaften, die Gleichplatzierten der Gruppen spielten dann noch jeweils um den 1., 3., 5. und 7. Platz.
Abends stand schon das erste Spiel gegen Stepp Praha an. In einem schnellen Spiel waren wir der tschechischen Bundesligamannschaft deutlich unterlegen. Dem schnellen und präzisen Spiel der Tschechen konnten wir nur ein paar Torschüsse entgegensetzen, die dafür aber auch oft im Gehäuse landeten. So kam es letztendlich zu einem Ergebnis von 4:12 aus unserer Sicht, bei dem Klassenunterschied eigentlich keine große Überraschung.
Den Abend verbrachten wir auf dem Freibadgelände, auf dem dieses Jahr leider keine richtige Party stattfand.
Der Samstagmorgen begann ruhig, da unser erstes Spiel erst nachmittags stattfand. Bis dahin verbrachten wir den Tag mit einem ruhigen Frühstück und ein bisschen Karten- oder Volleyballspielen.
Das nächste Spiel unterschied sich nicht viel von dem vorangegangenen. Gegen einen klassenhöheren und schnellen Gegner setzten wir zwar ein paar Konter und gelungene Angriffe, doch auch hier mussten wir uns bei einem Ergebnis von ??:?? am Ende deutlich geschlagen geben.
So kam es, dass wir im letzten Gruppenspiel am Abend um den 3. Platz kämpften. Von Anfang an merkten wir, dass wir hier eine realistische Chance auf einen Sieg hatten, obwohl auch dieser Gegner in einer höheren Liga spielt. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches und gutes Spiel, in dem beide Mannschaften regelmäßig zu guten Angriffen und Torchancen kamen. Wir schossen 5 Tore und zeigten eine starke Leistung, doch unser Gegner konnte uns am Ende knapp mit 8:5 bezwingen, eine Niederlage, die trotzdem Spaß gemacht hat.
Den restlichen Abend verbrachten wir wieder auf dem Freibadgelände, leider fand auch an diesem Abend keine Party statt, immerhin gab es einen DJ, der tschechische Musik spielte.
Der letzte Tag in Strakonice war kaum angebrochen, da mussten wir schon ins Wasser, zu einer unmenschlichen Zeit von 9.30 Uhr. Gegen Tabor spielten wir jetzt um den 7. Platz. Dieses Spiel sollte unser bestes werden, auch wenn manche von uns noch vom vorherigen Abend gezeichnet waren.
Das Spiel begann schnell, doch in den ersten Minuten mangelte es auf beiden Seiten an Torchancen. Schließlich konnte unsere Gegner das 1:0 erzielen, worauf wir aber postwendend mit dem Ausgleich antworteten. Kurz danach aber das 2:1 für Tabor, jetzt brauchten wir etwas Zeit zum neuen geordneten Spiel und gingen mit dem Rückstand in die Halbzeit. Nach der Pause traten wir mit neuer Spielfreude auf, und siehe da, innerhalb von 3 Minuten drehten wir das Spiel auf ein 3:2 für uns. In den nächsten Minuten vergaben wir drei Überzahlsituationen, Fehler, die konsequent bestraft wurden. Anstatt höher in Führung zu gehen, kassierten wir den Ausgleich und noch zwei weitere Tore, so dass das Spiel bei einem Spielstand von 3:5 aus unserer Sicht endete.
Dieses Spiel machte allen Beteiligten Spaß und da wir ausschließlich gegen klassenhöhere Teams spielten, war ein solcher Turnierverlauf keine Überraschung, auch wenn wir lange Zeit auf unsere Außenseiterchance hofften.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fahrt nach Tschechien ein voller Erfolg war, sowohl unsere „Bildungsreise“ nach Prag wie auch das Turnier, das wir als 8. von 9 teilnehmenden Mannschaften abschlossen. Und so stand nun die Heimreise per Bulli oder Flieger an, doch erinnern wir uns noch mal an den Strako-Spruch 2008: „Wenn das Turnier in Strakonice nicht endet, kann das Turnier in Duisburg auch nicht anfangen…“
(Mark Braun)