Zum ersten Mal traten wir in diesem Jahr am 2. Juniwochenende mit unserer Damenmannschaft beim Elb-Cup des Sportteam Hamburg an.

Schon um 7.30 Uhr am Freitag Morgen nimmt ein Großteil von uns die vierstündige Fahrt in Angriff, so dass wir am frühen Nachmittag bereits auf dem Vereinsgelände des Hamburger Vereins nahe Bergedorf unsere Zelte aufschlagen. Von einigen kurzen Regenschauern lassen wir uns nicht abhalten, uns mit der S-Bahn auf den Weg in die Innenstadt zu machen. Den ersten Hunger mit ein paar Snacks gestillt, ein lokales ASTRA-Bier in der Hand, machen wir uns auf, die Hansestadt zu erkunden. Wir durchqueren die Innenstadt und verbringen einige Zeit am Hafen, wo wir einen Aussichtspunkt erklettern und einige Blicke auf die zahlreichen vor Anker liegenden Schiffe werfen.

Zum Einbruch des Abends hin machen wir uns, nach kurzer Einkehr bei einem Italiener, direkt am Hamburger Wahrzeichen, dem Michel, mit Pizza und Pasta gestärkt, schließlich auf den Weg zur Reeperbahn, der legendären Partymeile Hamburgs. Wir starten unsere Kneipentour in einer Cocktail-Bar, wo wenig später noch einige aus der Heimat angereiste Nachzügler zu uns stoßen, so dass wir uns gemeinsam ins Nachtleben stürzen können. Es wird ausgiebig gefeiert, getanzt und auch das ein oder andere Bier getrunken, weshalb wir erst zu später Stunde zu unseren Zelten zurückkehren.

Ein wenig Schlafmangel ist fast jedem noch anzusehen, als wir am Samstag Morgen schon um 9 Uhr aus den Zelten kriechen. Trotzdem ist die Stimmung gut, sogar die Sonne lacht uns schon am Himmel entgegen. Mit zehn Mädels, also einer komplett spielfähigen Damenmannschaft vor Ort, unterstützt von Trainer Lars und drei weiteren Stolberger Herren, sehen wir freudig einem interessanten Turnier im beheizten Geesthachter Freibad entgegen.

Schnell die Schwimmsachen gepackt, noch einen Kaffee oder ein Brötchen zur Stärkung nach der kurzen Nacht und schon sitzen wir im Auto. Nach 20-minütiger Fahrt entlang der nicht enden wollenden Deichstraße erreichen wir noch genau pünktlich um 10 Uhr das Geesthachter Freibad. Doch wir haben Glück, drei Spiele können wir uns vom Beckenrand ansehen, erst dann müssen wir selbst die Tore machen. Unser erster Gegner heißt Aegir Essen, eine gegnerische Mannschaft, die uns aus den Begegnungen der Bezirksliga Ruhrgebiet nicht unbekannt ist. Schwimmerisch im Vorteil gegen die schwerfälligen Essenerinnen können wir das Spiel mit 5:2 klar für uns entscheiden. Auch unseren mitangereisten Jungs gelingt es, sich als „Gastspieler“ an eine der zehn teilnehmenden Herrenmannschaften zu „verkaufen“. Der SV Saarbrücken 08 ist dankbar für die starken Leistungen unseres Trainers Lars im Tor und auch der Einsatz von Tom, Schorni und Christian im Feld trägt wesentlich dazu bei, dass die Saarbrückener Herren die Spiele gegen SZ Elmshorn mit 6:4 und gegen Wiking Kiel mit 4:5 nur knapp verlieren und gegen den Neusser SV sogar 6:2 gewinnen können.

Um 13:30 Uhr gehen wir Mädels gegen DSSC Duisburg ins Wasser, eine junge, dynamische Mannschaft, die ebenfalls Bezirksliga Ruhrgebiet spielt und sich im Laufe der letzten Saisons spielerisch erheblich weiterentwickelt hat. Anfangs können wir noch gut mithalten, lassen uns dann jedoch das Spiel aus der Hand nehmen. Als der Ausgleich fällt, beginnt das große Zittern, mehrere unserer Schüsse gehen am Tor vorbei oder in die Arme der gegnerischen Torfrau. Kurz vor dem Schlusspfiff erkämpfen die Duisburgerinnen schließlich noch das Tor zu ihrem 4:3 Sieg. Ein wenig geknickt nach der knappen Niederlage springen wir rund zwei Stunden später noch ein letztes mal an diesem Samstag ins Becken, fest entschlossen diesmal wieder einen Sieg herauszuspielen. Unser Gegner ist die Heimmannschaft Sportteam Hamburg, eine Mannschaft gegen die wir noch nicht sehr oft gespielt haben. Diesmal siegen wir souverän mit 4:2, was uns die Teilnahme am Halbfinale am Sonntag sichert.

Doch vor dem nächsten Turniertag steht natürlich erst mal die abendliche Wasserballparty auf dem Programm. Im Vereinsheim der Sportfreunde Hamburg herrscht muntere Partystimmung, sehr zivile Getränkepreise sind dem Kampf gegen den Durst sehr zuträglich und es wird die ganze Nacht lang ausgelassen getanzt. Erst in den frühen Morgenstunden fallen wir totmüde in den wohlverdienten Schlaf und werden am nächsten Morgen dankenswerterweise wieder von warmen Sonnenstrahlen aus dem Zelt gelockt.

Wie schon am Vortag hat uns der gastgebende Verein längst unser Frühstück bereitgestellt. Schnell werden alle Sachen zusammengesucht und die Zelte abgebaut. Unsere vier Jungs sind an diesem Sonntag Morgen ein wenig langsamer als sonst, kräftig gefeiert haben sie und einiges an Schlaf nachzuholen, deshalb muss Saarbrücken sein 2:2 unentschieden gegen SVP AK 45 ohne Stolberger Unterstützung erkämpfen. Als es aber um die Platzierungen geht, sind die Stolberger Herren im Spiel um Platz 5 wieder vollständig am Start, so dass der SV 08 Saarbrücken sogar einen 8:1 Sieg gegen die Heimmannschaft Sportteam Hamburg herausspielen kann.

Bei den Mädels läuft es an diesem Sonntag Morgen leider nicht ganz so gut. Das Spiel gegen die Mädels vom KSK verläuft schleppend, es findet ein Kräftemessen zwischen unserer Torfrau Clara und der Torhüterin des KSK statt, aus dem kaum Tore hervorgehen. Die Mädels vom KSK legen schließlich das 1:0 vor, leider zählt der vermeintliche Ausgleichstreffer von Nicole nicht, da der Schiri bereits foulbedingt abgepfiffen hat. So bleibt es beim 1:0, der KSK steht im Damenfinale, während sich unsere Mädels mit dem Spiel um Platz 3 zufrieden geben müssen. Auch hier ist das Glück nicht auf unserer Seite. Zwar heißt der Gegner wieder Essen, diesmal haben sich die Damen aus dem Ruhrgebiet jedoch Verstärkung vom DSSC und aus Wuppertal in die Mannschaft geholt, damit wir ihnen den 3.Platz beim Turnier nicht mehr streitig machen können. So kommt es dann auch, chancenlos das Spiel noch zu drehen, müssen wir diesmal eine 3:0 Niederlage hinnehmen. Schade, aber auch mit einem 4. Platz vor DSSC Duisburg, Poseidon Duisburg und Sportteam Hamburg sind wir sehr zufrieden. Auch die Kaiserlauterer Mädels scheitern denkbar knapp im Finalspiel, mit 3:2 wird der ETV Turniersieger bei den Damen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass wir ein schönes Turnierwochenende in Hamburg verbracht haben. Auch wenn wir eine weite Anreise in Kauf nehmen mussten, so hat sich der Ausflug in die Hansestadt vollends gelohnt. Wir haben im hohen Norden bei sonnigem Wetter mit viel Spaß Wasserball gespielt und gebührend abends gefeiert – sicherlich nicht unser letzter Elb-Cup!

(Stephanie Preetz)

  • Fotos vom Turnier sind HIER zu sehen