Nachdem wir in den letzten Wochen auch außerhalb des Schwimmbeckens aktiv waren, z.B. am CSM-Cup oder Indeland-Triathlon, stand an diesem Wochenende endlich wieder ein Wasserballturnier auf dem Programm. Mit einer vergleichsweise kleinen Truppe fuhren wir zum internationalen Turnier nach Borghorst, an dem auch etablierte Mannschaften wie Rhenania Köln oder die Wasserfreunde Spandau teilnehmen.

Wir wurden in eine Gruppe mit Ludwigshafen 2, Gelsenkirchen, Olympia Borghorst und zwei holländischen Mannschaften gelost, gespielt wurde auf zwei Feldern in 2x8 Minuten mit durchlaufender Zeit.

Unsere ersten Gegner waren die Spieler von Ludwigshafens zweiter Mannschaft. Unser Team, bestehend aus Volker, Martin, Thomas Kreus, Thomas Mertens, Christian und Mark, wurde wie jedes Jahr mit jungen Spielern von Rhenania Köln verstärkt.
Schnell wurde in diesem Spiel klar, dass es sich hier nur um eine Frage nach der Höhe des Sieges handelte. Hinten standen wir gut und vorne erspielten wir uns beste Möglichkeiten, die wir jedoch nicht verwerten konnten. Stattdessen fiel hinten überraschend das 0:1, das allerdings im nächsten Angriff wieder ausgeglichen wurde. So stand es 1:1 zur Halbzeit, ein schmeichelhaftes Ergebnis.
In der zweiten Halbzeit konterten wir noch schneller und nutzten endlich auch mal einige unserer Chancen aus, sodass wir das Spiel am Ende hochverdient mit 4:1 gewannen. Währenddessen konnten auch unsere Damen ihr erstes Spiel mit 3:1 gewinnen.

So gingen wir motiviert in die zweite Partie gegen Gelsenkirchen. Hier entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, beide Mannschaften spielten munter nach vorne. Doch während wir unsere Chancen bei Überzahlsituationen nicht ausnutzten, schlugen unsere Gegner schließlich in der Endphase zu und konnten uns mit 3:1 besiegen.

Im dritten Spiel waren die Gastgeber unsere Gegner. Obwohl wir ein gutes Spiel lieferten, scheiterte es letztendlich an der schwachen Chancenerspielung, ein Problem, das die Borghorster nicht kannten und das Spiel am Ende mit 5:1 gewinnen konnten. Auch die Mädels mussten jetzt eine bittere 0:9-Niederlage einstecken, was auch daran lag, dass die Gegnerinnen ein hartes Spiel bevorzugten und ihre körperliche Überlegenheit ausspielten.

Das letzte Spiel des Tages war die Begegnung gegen eine holländische Mannschaft. Zu diesem Spiel lässt sich nicht viel sagen, unsere Gegner waren einfach besser und hatten das Spiel die ganze Zeit unter Kontrolle. So gingen wir letztendlich vollkommen verdient mit 1:6 unter, auch wenn für uns noch zwei, drei Tore mehr drin gewesen wären.

Jetzt grillten wir erst mal und bereiteten uns auf die abendliche Party vor, die dieses Jahr auf einem begrenzten Raum open-air stattfand. Lange tanzten und sangen wir in die Nacht hinein, aufgrund des begrenzten Raums war die Fete aber nicht so ein Erfolg wie im vergangenen Jahr. Trotzdem amüsierten wir uns bis in die Morgenstunden, sodass wir am nächsten Morgen nur schwerlich den Gang zum Beckenrand antraten.

Doch leider gibt es auch Teams, die nicht eine so unerschütterliche Moral wie unsere Jungs besitzen, was im Klartext hieß, die Gegner lagen noch in ihren Betten und gaben das Spiel durch Absage mit 0:5 an uns verloren. Die Damen, die nach uns ihre letzte Partie bestritten, verloren diese knapp und landeten in ihrer Vierergruppe auf dem 3. Platz, ein Platz zu tief für eine Halbfinalteilnahme
Wir konnten uns durch die beiden Siege an der 4. Stelle in unserer Gruppe festsetzen, bei uns kam nur der Gruppenerste weiter in unserem Falle Borghorst.

So traten wir um die späte Mittagszeit die Heimreise an. Wie schon in den letzten Jahren entwickelte sich das Borghorster Wasserballturnier zu einer lustigen Veranstaltung, obwohl wir auf den anderen Turnieren mit deutlich mehr Leuten vertreten waren.
Dieses Turnier war dann auch schon wieder das letzte Sommerturnier des Jahres, jetzt fiebern schon alle dem eigenen Hallenturnier entgegen, bei dem wir gegen Derne und Borghorst Revanche nehmen wollen…