Wochenende auf der Monschauer Burg
In diesem Jahr erfreute sich die Vereinsfahrt für junge Schwimmerinnen und Schwimmer auf die Monschauer Burg noch viel größerer Beliebtheit als bei ihrer Premiere im letzten Jahr.
Am Freitag, den 01. April brachen im späten Nachmittag 14 kleine Burgfräulein und 12 kleine Ritter im Alter von 8 bis 13 Jahren auf, um für ein Wochenende die Monschauer Burg zu erobern. Begleitet von vier Betreuern wurde in Fahrgemeinschaften die Anreise durch die frühlingshafte Eifel in Angriff genommen. In der Jugendherberge hoch über den Dächern von Monschau wurde die unternehmungslustige Gruppe freundlich von der Herbergsmutter in Empfang genommen. Nach einer kurzen Einweisung und der Einteilung von Essens- und Frühstücksdiensten, konnten endlich die hellen und freundlichen Mehrbettzimmer mit Etagenbetten und schönem Blick über die Altstadt bezogen werden. So richteten sich unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Zimmern mit den Namen „Edelleute“, „Grafen“ oder „Ritter“ ein und die Betreuer nächtigen in der „Ahnengalerie“ oder wurden als „Burgnarr“ oder „Page“ untergebracht. In einem ersten Team-Wettstreit wurde ausgefochten, welches Zimmer die Betten am ordentlichsten und schnellsten bezogen hatte. Nachdem die Schlafgemächer erkundet und häuslich eingerichtet waren, mussten die Kinder aus einem Zimmer fleißig sein, gemeinsam die Tische decken und schon stand ein leckeres Abendessen auf dem Tisch. Abends wurde noch eine Weile in den Zimmern gespielt und lange erzählt. Da der erste Abend in neuer Umgebung immer besonders interessant ist, erst recht, wenn es sich um eine Burg handelt, dauerte es doch lange, bis schließlich die Müdigkeit die jungen Burgeroberer übermannte und nächtliche Ruhe einkehrte.
Am nächsten Morgen hieß es trotz allem wieder früh auf den Beinen sein, speziell gefragt waren hier das Zimmer, das den Frühstücksdienst übernahm: Bereits um 8 Uhr mussten die Tische ordentlich gedeckt sein und frische Brötchen, Aufschnitt, Müsli und Kannen mit Kakao, Milch, Tee und Kaffee aus der Küche geholt und ins „Burgvogtzimmer“, unseren Essens- und Gemeinschaftsraum, gebracht werden. Nach dem Frühstück blieb noch genug Zeit die Rucksäcke zu packen, bevor wir uns gegen 9.20 Uhr alle gemeinsam zur historischen Monschauer Senfmühle aufmachten. Lange Treppen hinab in die Altstadt und Straßen aus Kopfsteinpflaster führten uns in 15 Minuten zum Ziel. Eine Führerin der Monschau-Touristik führte uns im Rahmen einer kindergerechten Führung durch die Senfmühle, scheute sich nicht Fragen zu beantworten und gab ausreichend Gelegenheit die vielen verschiedenen Senfsorten zu probieren. Im angrenzenden Laden war im Anschluss noch ausreichend Gelegenheit, Souvenirs und Vorräte der vielen Köstlichkeiten für Zuhause zu erwerben. Im Anschluss durchquerten wir die Monschauer Altstadt entlang der Rur, machten Halt am Roten Haus und gelangten nach kurzem Zwischenstopp am Spielplatz zum alten Monschauer Brauhaus. Nachdem alle mit dem ersten Getränk versorgt waren, übte sich der Nachwuchs darin, sich standesgemäß mit dem Vereinsspruch „Ein dreifach: Gut Nass!“ zuzuprosten. Dort gab es dann auch ausreichend Gelegenheit zur Stärkung, große Platten mit Schnitzelchen, Würstchen und Fischstäbchen sowie Schüsseln mit knusprigen Fritten warteten auf unsere hungrigen Burgfräulein und Ritter.
Als alle Vorräte getilgt und die hungrige Meute gesättigt war, steuerten wir die Monschauer Glashütte an. Hier gab es Gelegenheit in einer halbstündigen Vorführung zwei professionellen Glasmachern bei der Arbeit zuzuschauen. Gebannt beobachteten die Kinder wie die beiden Profis im Handumdrehen kleine Katzen, Schwäne oder Pferde aus Glas herstellten, aber auch bunte Schalen, Vasen oder Deko-Gegenstände kreierten. Fast jede/r nutze im Anschluss die Gelegenheit, ein kleines Souvenir für sich oder seine Familie zu erwerben. Im Anschluss spaltete sich die Gruppe in Interessensgemeinschaften, die eine Eisdiele ansteuerten, den örtlichen Fruchtgummiladen aufsuchten oder auf direktem Wege zur Burg zurückkehrten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir bei herrlichstem Sonnenschein auf dem Burgvorplatz, wo Versteck- oder Räuber-und-Gendarmspiele keinerlei Langeweile aufkommen ließen. Als die Sonne hinter den Burggemäuern verschwand, wurde die Zeit bis zum Abendessen für eine heiße Dusche oder, erschöpft von so viel frischer Luft, zum Ausruhen genutzt. Kaum standen schließlich pünktlich um 18 Uhr dampfende Schüsseln mit Reis und Geschnetzeltem sowie gesundem Gurkensalat auf dem Tisch, waren diese von den zahlreichen hungrigen Mäulern ebenso schnell vertilgt. Anschließend ging es bei einbrechender Dunkelheit auf zur Burgbesichtigung, wo wir durch einen dunklen Geheimgang zu den Treppen, die in einen der Burgtürme führten, gelangten. Auch wenn sie es ungern zugaben, ein bisschen unheimlich war es unseren kleinen Burgeroberern schon, als sie die Stelle entdeckten, an der der Legende nach im Mittelalter die kleine rothaarige Antonia, eine vermeintliche Hexe, in den Turm der Monschauer Burg eingemauert worden sein soll. Trotzdem überstanden alle ganz tapfer und unter lautstarkem Singen des Stolberger Vereinsliedes die nächtliche Erkundung der Burg.
Zum Ausklang des Abends wurde gemeinsam im Aufenthaltsraum gespielt und die 26 Teilnehmer/innen kämpften in vier Gruppen um Punkte in einem anspruchsvollen Wissensquiz, bei dem alle ihr gutes Allgemeinwissen unter Beweis stellten, so dass die Siegermannschaft nur einen sehr knappen Vorsprung vor ihren Konkurrenten herausspielen konnten.
An diesem Abend wurde es dann auch in den Zimmern sehr schnell ruhig, zu groß war die Müdigkeit nach diesem ereignisreichen Tag.
Wieder brachte fleißige Helfer am nächsten Morgen um 8 Uhr das Frühstück auf den Tisch. Nachdem die Taschen gepackt und die Zimmer ausgeräumt waren, blieb noch Zeit, ein wenig draußen zu spielen und von der Burg Abschied zu nehmen. Noch immer wurde lautstark gemeinsam das Vereinslied gesungen und auch der Umgang der jungen Schwimmerinnen und Schwimmer untereinander zeigte deutlich, dass alle das gemeinsame Wochenende als wichtige Stärkung der Gemeinschaft untereinander erfahren haben. Als die Eltern zum Abholen anrückten, gab es viel zu erzählen und alle waren sich einig: Es war wieder ein tolles und sehr erlebnisreiches Wochenende, bei dem auch nächstes Jahr wieder jede/r dabei sein will!
Bilder vom WE in Monschau 2011
HIER kann das offizielle Vereinsliend downloadet werden [43 KB]
